Gesundheitsschutz im ÖPNV

Ab der Vorweihnachtswoche werden die wesentlichen Kontaktbereiche in den Omnibussen der Regionalbus Leipzig GmbH mit einer sogenannten Dyphox-Beschichtung behandelt. Das Projekt Dyphox entstand 2010 als Spin-off des Universitätsklinikums Regensburg und befindet sich seitdem in stetiger Weiterentwicklung. So auch die von dort stammende Universalbeschichtung für eine Anwendung auf trockenen und feuchten Kontaktflächen mit lang anhaltender Wirkung. Die geruchsneutrale, farblose und antimikrobielle Oberflächenbeschichtung zerstört durch eine photokatalytische Wirkung mittels Sauerstoff nahezu alle Bakterien, Pilze und Viren, die sich an den häufig genutzten Kontaktflächen im Fahrzeug befinden. Dazu zählen die Haltestangen und -griffe ebenso wie die Tür-Taster.

„Durch die Einhaltung der Hygieneregeln und die Umsetzung des Hygienekonzepts der Regionalbus Leipzig ist das Infektionsrisiko in den Fahrzeugen ohnehin schon sehr gering. Mit dem Einsatz der Dyphox-Beschichtung wird ein weiterer Baustein für die Sicherheit der Fahrgäste realisiert, die ihrem ÖPNV auch in diesen Zeiten voll vertrauen können.“ stellt Landrat Henry Graichen fest.

Initative junger Menschen sorgt für Beschichtung in allen Bussen

Die Einsatzkonzeption und die Organisation der Behandlung aller Busse mit der Beschichtung ist Gegenstand eines Azubi-Projektes im regionalen Verkehrsunternehmen. Unter Anleitung eines Werkstattleiters haben sich drei junge Menschen in der Ausbildung zum Mechatroniker unter anderem Gedanken über die Abfolge der Buszuführung für die Beschichtung und zu den Beschichtungsbereichen im Bus gemacht. Das Ergebnis ist ein genauer Plan, der bis Mitte Januar 2021 umgesetzt wird. Dann nämlich sollen die 156 Fahrzeuge des Verkehrsunternehmens mit der Dyphox-Beschichtung behandelt sein.

Erste Imprägnierarbeiten in einem der Regionalbusse // Foto: André Kempner

Auf die Arbeit der Projektbeteiligten ist Geschäftsführer Andreas Kultscher besonders stolz: „Ich freue mich, dass unsere Azubis so einen Beitrag im Umgang mit der aktuellen Pandemiesituation leisten können, die auch die ÖPNV-Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Die Zusammenarbeit der angehenden Kfz-Mechatroniker mit den anderen Struktureinheiten des Unternehmens ist in einem so wichtigen Projekt eher selten und daher ein echter Gewinn für die Ausbildung.“

Dyphox sorgt für Nachhaltigkeit auf lange Sicht

Durch die lange Wirksamkeit der Beschichtungssubstanz ist der finanzielle und organisatorische Aufwand nur einmal notwendig. Die Gesamtkosten für die Umsetzung des Vorhabens belaufen sich auf ca. 27.000 Euro. „Das ist gut angelegtes Geld“, betont Andreas Kultscher. „Es geht dabei um den Gesundheitsschutz für unsere Kunden und um langfristiges Vertrauen in den ÖPNV und damit in nachhaltige Verkehrsmodelle. Natürlich sind dabei auch unsere Fahrgäste gefragt, die wir dringend bitten, durch die Einhaltung der Hygieneregeln, insbesondere dem Tragen der Mund-Nasenbedeckung, mitzuwirken.“

Zurück