Startschuss für die Mobilität der Zukunft

Nach drei Jahren intensiver Planungsarbeit ist der offizielle Start für die zweite Stufe des Modellvorhabens „Muldental in Fahrt“ erfolgt. Namhafte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Nahverkehrsbranche diskutierten im Rahmen einer Podiumsdiskussion den Mehrwert solcher Modellprojekte. Unter den Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft fanden sich u.a.:

  • Staatssekretär Dr. Hartmut Mangold, Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Freistaat Sachsen
  • Landrat Henry Graichen, Landkreis Leipzig
  • Andreas Kultscher, Geschäftsführer der Regionalbus Leipzig GmbH
  • Steffen Lehmann, Geschäftsführer der Mitteldeutschen Verkehrsverbund GmbH (MDV)

Dank diesem wegweisenden Pilotprojekt im Raum zwischen den Städten Bad Lausick, Brandis, Colditz und Grimma erfolgt ein Umdenken in Sachen Nahverkehr in ländlichen Regionen: nicht Ausdünnung des Busverkehrs und nicht schulbusdominierter Nahverkehr, sondern ein attraktives Mobilitätsangebot für rund 100.000 Einwohner im Muldentalgebiet sind zukunftsweisend.

Muldental in Fahrt - Feierliche Eröffnung durch Vertreter aus Politik und Wirtschafft

 

Ein ausgeklügeltes Regionalbusnetz aus vertakteten Buslinien mit Anschluss zur S-Bahn Linie 4 (Oschatz – Hoyerswerda), der Saxonia-Linie (Leipzig – Dresden), dem Geithainer (Geithain – Leipzig) sowie zum RE 6 (Leipzig – Chemnitz) und der RB 110 (Leipzig – Döbeln) ermöglicht neue Verbindungen. Zahlreiche neu eingerichtete Haltestellen sowie zusätzliche Fahrplanangebote auch abends, an den Wochenenden und in den Ferien runden das erweiterte Mobilitätsangebot ab. Damit ergeben sich nicht nur für Berufspendler völlig neue Möglichkeiten, ohne Auto zur Arbeit zu fahren. Auch ältere Bürger, Schüler und Touristen profitieren vom neuen Busnetz.

Der Freistaat Sachsen und der Landkreis Leipzig stehen hinter dem Modellprojekt, das eine wesentliche Bedeutung für die Menschen im Großraum Leipzig und deren künftige Mobilität hat. „Das Modellvorhaben ist ein entscheidender Baustein für ein attraktives Mobilitätsnetz innerhalb des Landkreises und für die Verknüpfung zu den urbanen Zentren. Es bietet auch den Lückenschluss an das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz und Eisenbahnnetz für die zahlreichen Pendler, die in der schönen Muldentalregion wohnen. Ich freue mich, dass diese Pilotregion in unserem Landkreis hier eine Vorreiterrolle im Freistaat Sachsen einnimmt“, betont Landrat Graichen.

Andreas Kultscher bekräftigte im Rahmen der Podiumsdiskussion: „Wir als Busunternehmen haben alle Kraft in das Gelingen des Modellprojekts investiert. Ein deutlich erweitertes Fahrplanangebot, neue barrierefreie Omnibusse, zusätzliche Busfahrer und viele neue Haltestellen - wir machen heute einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft des Nahverkehrs für unsere Region. Und davon profitiert unser Landkreis als Lebensraum, als Wirtschaftsstandort, davon profitieren die Menschen hier, unsere Fahrgäste.“

Muldental in Fahrt - Feierliche Eröffnung durch Vertreter aus Politik und Wirtschafft

 

Wichtig ist allen Projektpartnern, dass gerade der erste Zeitraum ab Fahrplanwechsel genau unter die Lupe genommen wird. Buslotsen, Mitarbeiter der Busunternehmen und das MDV-Infomobil sind dafür in den ersten Anlauftagen im Einsatz und geben Schülern und Fahrgästen Orientierung und Informationen.

Alle Anfragen und Bürgerhinweise werden aufgenommen und geprüft. Von Beginn an wird bewertet, wie das neue Netz und die Nutzung der Haltestellen von den Fahrgästen angenommen werden. Für Fragen und Hinweise steht zudem das MDV-Infotelefon unter 0341 91 35 35 91 zum Ortstarif zur Verfügung.

Alle Fahrpläne und weitere Informationen finden Sie auf unseren Webseiten, den Internetauftritten des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) und der THÜSAC Personennahverkehrsgesellschaft mbH.

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